All Together Now!

Das Projekt wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung
„Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für
inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung.

Begleiterinnen und Begleiter des Projekts: Elena Reifenröther, Iolanta Suprijanovica und Wladimir Weinberg

Theaterprojekt von jungen Menschen mit und ohne Behinderung zum Zusammenleben und zur Antidiskriminierung in Lettland und Deutschland

Seit vielen Jahren führt der BVRE bundesweite interkulturelle Projekte zu den Themen Elternbildung, Arbeit mit Jugendlichen sowie Antidiskriminierung durch. Im Rahmen der Elternprojekte „MIGELO“ (Migranten-Eltern-Lotsen), „MIGELO Plus“ und „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ unterstützte der BVRE die Arbeit mit und für russischsprachige Eltern im Bereich Bildung und Erziehung und förderte die Professionalisierung der Elternvereine und Initiativen vor Ort. Der BVRE ist die erste bundesweite Organisation russischsprachiger Eltern, die die politische Bildung frühzeitig zum strategischen Ziel erklärt hat.

Vor einiger Zeit hat der BVRE einen weiteren Projektbereich entwickelt – internationale Jugendprojekte. Nach einer Initiative von einigen Mitgliedsorganisationen entstand ein Kontakt zu einer Schule in Riga (Lettland), die ein integriertes Bildungs- und Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderung hat und nach einem integrativen Inklusionskonzept arbeitet. Die Schule Nr.71 in Riga (Rigas 71.vsk.Bernuinvalidu izglitibas un rehabilitacj centrs) hat 764 Schülerinnen und Schüler sowie 92 Kinder und Jugendliche mit geistigen oder körperlichen Besonderheiten (Schuljahr 2014/2015).

Im Sommer 2013 entstand eine Partnerschaft zwischen dem BVRE und der  Schule Nr.71 in Riga mit dem Ziel, einen internationalen Jugendaustausch für junge Menschen mit und ohne Behinderung aus Deutschland und aus Lettland zu gestalten. Der Prozess der Inklusion von Menschen mit Behinderung findet nicht immer und in verschiedenen Ländern unterschiedlich statt. Das Ausmaß der Partizipation von Jugendlichen mit Behinderung am Sozial-, Bildungs- und Kulturleben in Deutschland und in Lettland bleibt leider beschränkt. Beide Kooperationspartner haben großes Interesse am internationalen Jugendaustausch, an gesellschaftlichen Veränderungen, Antidiskriminierungsstrategien und an den Inklusionsprozessen in Deutschland und in Lettland. Basierend auf einigen Erfahrungen in diesem Bereich wurden verschiedene Ideen für eine Verbesserung der Situation entwickelt und in Form eines Projekts zusammengefasst.

Das Projekt „All Together Now! Theaterprojekt von jungen Menschen mit und ohne Behinderung zum Zusammenleben und zur Antidiskriminierung in Lettland und Deutschland“ zielt darauf, dass Jugendliche mit und ohne Behinderung aus Deutschland und Lettland sich über Inklusion in einer Gesellschaft ohne Diskriminierung auseinandersetzen, gemeinsam das Projekt gestalten und in Form einer theatralischen Performance sowie einer begleitenden Foto- und Videoausstellung ihre Ergebnisse präsentieren.

Mitgestalterinnen und Mitgestalter des Projekts sind mehrsprachige Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne körperliche Besonderheiten aus Deutschland und Lettland. Welche Prozesse, Erfahrungen und Aktivitäten können zum Respekt und zur Wahrnehmung von Menschen mit besonderen körperlichen und geistigen Fähigkeiten in der Gesellschaft und zum respektvollen Zusammenleben beitragen? Diese Fragen werden die teilnehmenden jungen Menschen sowie die ProjektleiterInnen versuchen im Rahmen des Projekts durch die gemeinsame Vorbereitung der Begegnungen, Treffen in Deutschland und Lettland, Auseinandersetzung mit den Themen der Inklusion und Partizipation in einer heterogenen Gesellschaft und die Präsentation der Ergebnisse zu beantworten.

In Form von zwei einwöchigen Begegnungen (1. Begegnung vom 24.10.-31.10.2015 in Köln, 2. Begegnung vom 19.03.-26.03.2016 in Riga) mit Workshops und Masterclasses sowie interaktive Kommunikation und virtuelle Begegnungen in verschiedenen Sprachen werden die Jugendlichen eine Theaterperformance und eine Fotoausstellung über das Projekt vorbereiten. Die Theaterperformance wird am 25.03.2015 in Riga vorgestellt. Die Ausstellung wird in Riga und in Köln dem breiten Publikum präsentiert.

Das Projekt hat eine Teilförderung von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) durch das Programm „EUROPEANS FOR PEACE“ bewilligt bekommen. Die Reisekosten der Teilnehmenden sowie ein Teil der Programmkosten werden dadurch gedeckt.

Wenn Sie an unserem Projekt und dessen Unterstützung interessiert sind, würden wir uns freuen, Ihnen das Vorhaben persönlich vorzustellen. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

AnsprechpartnerInnen in Deutschland:

Wladimir Weinberg, Yuliya Sauchuk

Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE)

Graeffstr. 5, 50823 Köln, Germany

Tel.: + 49 221 30195952, Fax: + 49 221 30195954

Mail: yuliya.sauchuk@bvre.de, www.bvre.de

 

Ansprechpartnerinnen in Lettland:

Iolanta Suprijanovica, Inese Palma

Rigas 71.vsk.Bernu-invalidu izglitibas un rehabilitacj centrs (Rigas Schule Nr.71)

Ilguciema iela 6, II -Grivas iela 26, LV-1055 Riga, Latvia

Tel.: + 37 167468198, Fax: + 37 167468198

Mail: iolanta71@inbox.lvwww.71vsk.lv

Das Projekt wurde beim Beratungsseminar “EUROPEANS FOR PEACE” am 26.04.2015 in Berlin vorgestellt.
Das Projekt wurde beim Beratungsseminar “EUROPEANS FOR PEACE” am 26.04.2015 in Berlin vorgestellt.

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