Erste Dialogplattform auf Russisch des BVRE am 7. Juli 2017 in München

Pressemitteilung: 10.07.2017 Köln 

„Die russischsprachige Community in Deutschland braucht ein Forum und eine parteiübergreifende Vertretung ihrer Interessen. Sie braucht offene Diskussionen über ihre Identität und die Frage, wie die Integration der Russlandstämmigen bei uns noch besser gelingen kann“ sagt Frau Kerstin Schreyer, Mitglied der CSU-Fraktion im Bayrischen Landtag in ihrem Grußwort anlässlich der am 7. Juli 2017 stattgefundenen Dialogplattform des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern (BVRE) in München.

Während dieser ersten offenen Dialogplattform in München saßen im Podium russischsprachige Vertreterinnen und Vertreter von fünf Parteien: Sergej Tschernjawskij (CSU), Victoria Beyzer (FDP), Michael Joukov (Bündnis 90/Die Grünen), Regina Dukart (Freie Wähler) und Vadim Derksen (AfD). 

Die Politikerinnen und Politiker stellten sich den Fragen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen der russischsprachigen Teilnehmenden aus München und aus anderen bayerischen Städten. Themenschwerpunkte lagen im Bereich von Integration, Sicherheit und Bildung. In einer kontroversen Diskussion präsentierten sie ihre jeweiligen Lösungsvorschläge. Dieser Austausch bietet den Russischsprachigen nicht nur die Möglichkeit, die Wahlprogramme verschiedener Parteien kennenzulernen, sondern auch die Themen zu benennen, die sie persönlich am meisten interessieren. Ebenso können sie ihre Erwartungen und Anregungen an den kommenden Bundestag äußern. Für viele der Teilnehmenden war hier die doppelte Staatsangehörigkeit besonders wichtig. In der Diskussion wurde auch die Bedeutung der Grundwerte thematisiert, die für parteipolitische Prioritäten ausschlaggebend sind, so zum Beispiel die Rolle von Religion und Freiheitswerten. 

Der Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Mitglied der CSU-Fraktion im Bayrischen Landtag, Herr Dr. Bernd Fabritius, der zu der Veranstaltung eingeladen war, unterstrich im Laufe der Diskussion die Wichtigkeit der eigenen Kultur für die eigene Identität. Das gälte nach seiner Auffassung gerade auch für Menschen mit Migrationshintergrund, die den Draht zur eigenen Kultur und dem Herkunftsland nicht verlieren und sich lieber integrieren statt assimilieren sollten. 

Dr. Hans-Jürgen Fahn, Sprecher für Vertriebene und Flüchtlinge sowie Entwicklungspolitik der Fraktion der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, der ebenfalls an der Diskussion teilnahm, schlug vor, die Veranstaltungen der Dialogplattform BVRE in allen Regionen Bayerns zu organisieren. 

Die Koordinatorin der Dialogplattform des BVRE in Bayern und Veranstalterin dieser Diskussion, Ekaterina Skakovskaya, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Diskussion: 

„Ich bin sehr froh, dass das Interesse der russischsprachigen Mitbürgerinnen und Mitbürger an deutscher und bayerischer Politik geweckt wurde. Denn genau das ist unser Ziel – den Menschen die Möglichkeit zu geben sich am Prozess der Entscheidungsfindung zu beteiligen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, ein wichtiger Teil Bayerns und Deutschlands zu sein.“ 

Wir möchten unseren herzlichen Dank allen Teilnehmenden sowie unserem Moderator und Journalisten, Herrn Nikolai Klimeniouk, aussprechen. 

Ein Foto-Bericht über die Veranstaltung: https://www.facebook.com/groups/dialogplattformBVRE

Video: https://www.youtube.com/watch?v=rYAHwEyRBKs

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