Projekt "ICH BIN DABEI": 16 -17.11.2019 | Berlin | Zweites Multiplikatorenseminar

Am 16-17. November hat in Berlin das zweite Multiplikatorenseminar im Rahmen des Projekts „ICH BIN DABEI“ stattgefunden. Das Ziel der Multiplikatorenschulungen ist eine Professionalisierung und Qualifizierung der Vereine in ihrer Arbeit mit den Zielgruppen sowie staatlichen und kommunalen Strukturen.

Im Rahmen dieses Seminars haben wir gemeinsam das Fazit aus dem ersten Projektjahr 2019 gezogen, thematische Richtungen für das Jahr 2020 gekennzeichnet und an der Konzeptentwicklung für Projekte zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements unter Russischsprachigen, besonders auf kommunaler Ebene, gearbeitet. Den Seminarteilnehmern wurde angeboten, in Arbeitsgruppen eigene Konzepte nach ihren Interessen und mit Blick auf die Besonderheiten ihres Zielauditoriums zu entwickeln und präsentieren. Im Ergebnis wurden drei Projekte zu den folgenden Themen demonstriert:

  • politische Kompetenz und Teilnahme Russischsprachiger in demokratischen Prozessen;
  • digitale und mediale Kompetenz, inklusive Datenschutz in Kontext der Digitalisierung;
  • sowie Entwicklung der Kompetenzen der Vereine zur Aktivierung der Zielgruppen bei verschiedenen Bildungsveranstaltungen.

Anschließend haben wir gemeinsam diese Konzepte analysiert, deren positive Seiten besprochen und mögliche Schwierigkeiten ausdiskutiert.

Auf dem Treffen haben wir auch aktuelle Richtungen des Projekts sowie einige Jahresergebnisse besprochen. Maxim Ryabkov hat verschiedene Formate in der Arbeit mit der Kommunalpolitik und Verwaltung erläutert. Wir haben erörtert, wie wichtig ein aktiver Dialog mit den lokalen politischen Strukturen ist sowie über welche Vorteile Vereine als Vertreter der Russischsprachigen auf kommunaler Ebene in diesem Prozess verfügen. Außerdem haben wir uns über die Erfahrungen der Veranstaltungen rund um die Wahlen und deren Bedeutung für politische Bildung und Förderung politischer Teilnahme der Russischsprachigen ausgetauscht. Olga Kaplina, die mehrere Veranstaltungen zur Medienkompetenz in diesem Jahr durchgeführt hat, hat auch ihre Eindrücke über die Arbeit mit den Vereinen geteilt. Wir haben uns darüber unterhalten, wie wichtig ist es, die Informationen analysieren und überprüfen und Fakes erkennen zu können. Olga Kaplina hat dargestellt, welche einfachen und verständlichen Instrumente kann man nutzen, um die Informationen zu checken sowie erzählt über Ihre Erfahrungen deren Anwendung in den verschiedenen Vereinen. Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass neben der medialen Kompetenz es auch wichtig ist, digitale Kompetenz zu fördern.

Denis Hanov hat eine neue Arbeitsrichtung zum Thema Erinnerungskultur vorgestellt. Er hat erklärt die Notwendigkeit einer hierarchiefreier inklusiver Erinnerungskultur in der Einwanderungsgesellschaft sowie wie wichtig es ist, das Thema kollektiver historischer Erinnerung für Migrantenorganisationen zu öffnen.

Im Laufe des Seminars die Teilnehmer haben ausgetauscht, welche Erfolge sie in diesem Projektjahr hatten sowie auf welche Herausforderungen sie gestoßen haben. Abschließend haben die Teilnehmer das Feedback darüber gegeben, welche Informationen und Kenntnisse ihnen fehlen, um die Organisation intern und extern zu verbessern. Von einer großen Bedeutung war auch die Möglichkeit, für die Vereine ihr Netzwerk auszuweiten und neue Mitglieder für den künftigen Austausch kennenzulernen.

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