Проект "ICH BIN DABEI": Викторина и дискуссия «Диалог поколений о жизни в Германии», Гёттинген.

Am 27. September 2019 fand die erste Veranstaltung im Rahmen des Projekts „ICH BIN DABEI“ in Göttingen. Diese Veranstaltung ist der Beginn eine Reihe der Diskussionsrunden, die die Fragen der Erinnerungskultur, Medienkompetenzen und Bildungspolitik durch einen von Expert*innen gestaltet und moderierten Dialog zwischen verschiedenen Generationen der Zuwanderer aus der ehemaligen UdSSR angeht.  Die Diskussionen werden von Frau Anna Kozyakova und dem Verein Deutsch-Russisch Gesellschaft Göttingen e.V. organisiert.

Während dieses ersten von Prof. Denis Hanovs konzipierten und moderierten Gesprächs haben die Teilnehmer es geschafft, die Grenzen der eigenen Erinnerungsräume zu öffnen und den Anderen in diese Räume einzuladen. Die Diskussion hatte als Ziel, die kollektiven Erinnerungen von den Russischsprachigen in Göttingen auszudiskutieren, generationenbedingte Unterscheide in der Wahrnehmung der Geschichte des 20. Jahrhunderts Osteuropas, insbesondere der ehemaligen UdSSR festzustellen. Man wollte aber auch diese Unterschiede nicht verfestigen, keine neuen Generationengrenzen und Mauer bauen, sondern das Gemeinsame in den Auffassungen von der modernen Geschichte Europas besprechen. Wie entsteht ein offener Dialog über intime Erinnerungen, die plötzlich Gruppen gestalten und Grenzen unter Gruppen markieren können? Oft ist es Angst, eigene Vorstellungen und Auffassungen über die Geschichte der eigenen Vergangenheit zum Ausdruck zu bringen. Manchmal fehlt einfach die Zeit für einen Meinungsaustausch über die traumatischen Erfahrungen der eigenen kulturellen Gemeinschaft. Nicht selten sind es auch Vorurteile gegenüber den anderen Erinnerungen von zahlreichen Gruppen, die in der modernen deutschen Gesellschaft präsent sind. Dadurch entstehen oft Spannungen in den Communities. 
Das Seminar am 27. September hat mehrere Voraussetzungen für die Öffnung der kontroversen Vergangenheitswahrnehmung geschaffen. Zeit und Raum, sowie interessierte Teilnehmer waren vorhanden. Die Diskussion wurde durch ein Spiel - Fragen über die Kultur und Alltag in der Sowjetzeit sowie heute in Deutschland eingeleitet. Man hatte 6 Fragen formuliert, die Tatsachen und Interpretationen als Voraussetzungen für eine Debatte hatten. Hierarchiefreie, inklusive, generationenübergreifende Diskussion am Beispiel von Quiz baute Brücken über generationenbedingte Wahrnehmung des Ortes und der Rolle von Russischsprachigen in dem gegenwärtigen Deutschland. Während des Seminars wurde eine aktive Debatte erzielt und ein offenes Gespräch unter Generationen erreicht. Kritische Wahrnehmungen von der sowjetischen politischen Kultur bestanden in allen Generationen der Teilnehmer.

Nach dem Quiz wurde die Diskussion fortgesetzt und resultierte in dem Angebot für eine proaktive Aktion im Bereich Erinnerungskultur - ein Koffer mit Erinnerungen wurde als Erinnerungsort, als leerer Raum angeboten, den die Teilnehmer mit ihren eigenen Erinnerungsinhalten füllen sollten, damit die Bruchstücke von Identitäten aus verschiedenen Gruppen der Russischsprachigen nicht verlorengehen und einen Platz in der modernen deutschen Vielfaltskultur finden. Nach ca. anderthalb Monaten, die für das Sammeln von Artefakten geplant sind, findet die Öffnung des Koffers statt und wird von einer Vorlesung von Deniss Hanovs ergänzt.

 

27 сентября 2019 года прошло первое мероприятие проекта „ICH BIN DABEI“ в Геттингене. Это мероприятия – начало серии дискуссий по вопросам культуры памяти, медийной грамотности и культуры и политики образования. Эти дискуссии проходят как диалог различных поколений русскоязычных мигрантов с участием известных специалистов. Организуют мероприятия Анна Козьякова и общество  Deutsch-Russisch Gesellschaft Göttingen e.V.

 

В ходе первого разговора, который модерировался проф. Денисом Хановым, участники открыли границы своих «пространств памяти» для того, чтобы понять то, как история воспринимается их собеседниками. Целью было обсудить коллективные воспоминания русскоязычных Геттингена и различия между поколениями  в восприятии истории бывшего СССР. Как возникает диалог о личных воспоминаниях, которые способны стать основой группой идентичности и маркировать границы между группами? Часто страх препятствует выражению собственных представлений об истории и личном прошлом. Иногда не хватает времени для обмена мнениями о травматическом опыте в своей культуре. Нередко влияние оказывают предрассудки в отношении воспоминаний других многочисленных культур, которые составляют современное немецкое общество. Это ведет к возникновению напряженности внутри сообществ.

Семинар 27 сентября создал предпосылки для начала разговора о разных восприятиях нашего неоднозначного прошлого. Во время семинара удалось создать атмосферу открытого диалога между разными поколениями. Для этого было достаточно места и времени, а также интереса со стороны участников. Дискуссия началась с игры – с шести вопросов о культуре и повседневной жизни в бывшем СССР и сегодняшней Германии, которые послужили началом для дискуссии о разных восприятиях прошлого и настоящего. Результатом дискуссии стало предложение проф. Ханова о «чемодане воспоминаний», как пространства, которое участники должны заполнить воспоминаниями и артефактами из прошлого своей семьи. К следующему мероприятию на эту тему 6 декабря мы откроем этот чемодан и обсудим вместе его содержание. Этой дискуссии будет предшествовать лекция Дениса Ханова о культуре памяти.

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