BVRE e.V. beteiligt sich an einem neuen Forschungsprojekt zu Antisemitismus in der postmigrantischen Gesellschaft

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BVRE e.V. ist Partner im neuen Forschungs- und Forschungsprojekt AntOstMig — „Antisemitismus in der (p)ostmigrantischen Gesellschaft“. Das Projekt beschäftigt sich damit, wie Antisemitismus in russisch- und ukrainischsprachigen migrantischen Communitys in Deutschland erlebt, sichtbar und thematisiert wird.

Das Projekt wird am Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) umgesetzt. Es ist Teil des Forschungsnetzwerks Antisemitismus im 21. Jahrhundert / FonA21, das im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Forschung, Raumfahrt und Transfer gefördert wird.

Ziel des Projekts ist es, Erfahrungswissen von Menschen und Organisationen, die in migrantischen Communitys arbeiten, zu untersuchen. Dabei geht es auch darum, wie die vergangenen Jahre die Auseinandersetzung mit Antisemitismus verändert haben: der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der 7. Oktober 2023, der Krieg in Gaza sowie zunehmende Spannungen in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien.

BVRE e.V. beteiligt sich als zivilgesellschaftlicher Partner am Projekt. Unsere Rolle ist es, dazu beizutragen, dass die Debatte nicht nur im akademischen Raum bleibt, sondern auch für Organisationen, Initiativen und Menschen zugänglich wird, die täglich mit russisch- und ukrainischsprachigen Zielgruppen arbeiten. Im Rahmen des Projekts organisiert BVRE e.V. drei Diskussionsveranstaltungen. Dabei werden Erfahrungen aus den Communitys, schwierige Fragen von Erinnerung, sowjetischem Erbe, Antisemitismus, Rassismus und politischer Bildung diskutiert.

Zum Projekt gehören weitere Partner im Wissenstransfer: X3 Podcast, os[t]klick, Durak e.V. und radikal_jüdisch. Gemeinsam entstehen unter anderem ein Podcast, Social-Media-Materialien, Bildungsformate, Workshops und Materialien für Multiplikator*innen.

Ein erster Schritt war das Kick-off-Treffen des Projekts. Die Teilnehmenden sprachen über die aktuelle Situation, Herausforderungen und Ressourcen in der zivilgesellschaftlichen Praxis, über Bedarfe von Praktiker*innen und mögliche Formen der Zusammenarbeit.

Für BVRE e.V. ist die Beteiligung an AntOstMig auch deshalb wichtig, weil russisch- und ukrainischsprachige Communitys in Deutschland sehr unterschiedlich sind. In ihnen gibt es verschiedene historische Erfahrungen, familiäre Erinnerungen, politische Positionen und schmerzhafte Themen, über die oft schwer zu sprechen ist. Gerade deshalb braucht es diesen Austausch: sensibel, professionell und offen.