BVRE e.V. im Jahr 2026. Unsere Pläne
2026 startet Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) mit einem neuen Projekt in einem für uns neuen Arbeitsfeld: der Integration in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig setzen wir unsere Arbeit in der politischen Bildung fort. Geplant sind ein Jugendforum, der Ausbau unseres TikTok-Kanals, Online-Treffen für Eltern sowie Seminare zur Stärkung unserer Mitgliedsorganisationen.
Zum 1. Januar 2026 hat BVRE e.V. das Projekt „Zukunft durch Anerkennung von Bildung und Arbeit im erlernten Beruf – mit Unterstützung von Organisationen von Migrant*innen“ im Rahmen des Programms IQ – Integration durch Qualifizierung gestartet. Das Projekt wird in Partnerschaft mit dem Bundesverband ukrainischstämmiger Familien, Senioren, Frauen und Jugendlichen e.V. sowie unserer Mitgliedsorganisation, dem Kultur- und Integrationszentrum PHOENIX Köln e.V., umgesetzt.
Ziel ist es, Menschen mit Migrationsgeschichte dabei zu unterstützen, in Deutschland eine Beschäftigung zu finden, die ihrer Ausbildung und Berufserfahrung entspricht. Das Projekt richtet sich an russisch- und ukrainischsprachige Communitys und hilft bei der Orientierung innerhalb der bestehenden Angebote des IQ-Programms.
„Für uns ist das ein neues Arbeitsfeld und eine große Herausforderung. Gerade deshalb ist es uns wichtig, dass das Projekt konkrete und spürbare Ergebnisse bringt – dass Menschen tatsächlich Arbeit in ihrem erlernten Beruf finden und sich dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt etablieren können. Wir blicken mit großem Optimismus auf das Jahr 2026“, sagt der Geschäftsführer des BVRE e.V. Wladimir Weinberg.
Für das Jahr 2026 setzt das Projekt „Kooperationsverbund für Vielfalt und Zusammenhalt“ mit dem Jahresthema „Konflikte“ einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass gesellschaftliche Konflikte – ob sichtbar oder verdeckt – zentrale Aushandlungsorte von Demokratie, Zugehörigkeit und Macht sind. Ziel des Projekts ist es, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie als Lern- und Reflexionsräume produktiv zu nutzen.
Den Auftakt bildet eine thematische Veranstaltung im Februar 2026, in der das Jahresthema eingeführt, gemeinsam reflektiert und mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen verknüpft wird. Von dort aus entfaltet sich das Projekt in mehreren sich ergänzenden und miteinander verzahnten Formaten für unterschiedliche Zielgruppen.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit jungen Menschen. Das jährliche Jugendforum wird weiterentwickelt und als bundesweit relevantes Beteiligungs- und Bildungsformat gestärkt. Es schafft einen interaktiven Lern- und Begegnungsraum, in dem sich junge Menschen aus unterschiedlichen Kontexten der Migrationsgesellschaft mit Fragen von Demokratie, Teilhabe, Vielfalt und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen.
Ergänzend dazu werden digitale Jugendkampagnen auf TikTok und weiteren Social-Media-Plattformen umgesetzt. Unter dem Dach der Jugendredaktion entwickeln junge Menschen eigenständig mehrere thematische Kampagnen, die gesellschaftliche Konflikte, demokratische Werte sowie Gegen-Narrative zu Desinformation und Hass sichtbar machen. Die Kampagnen verbinden politische Bildung mit Medienkompetenz und erreichen junge Zielgruppen in digitalen Räumen.
Ein weiterer zentraler Baustein bleibt die Fachkonferenz Berliner Talks. 2026 steht die Auseinandersetzung mit PostOst-Identitäten im Kontext gesellschaftlicher Konflikte im Fokus. Ziel ist es, Erfahrungswissen als Ressource für politische Bildung, Demokratieentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar zu machen.
Konflikte werden 2026 nicht nur thematisiert, sondern auch praktisch bearbeitet. In Debattenformaten und Trainings werden Teilnehmende darin geschult, kontroverse Themen konstruktiv zu verhandeln und demokratische Streitkultur zu stärken. Ergänzend finden bundesweit öffentliche Diskussionsveranstaltungen statt.
Abgerundet wird das Jahresprogramm durch Transfer- und Qualifizierungsformate für Multiplikator*innen. In Online- und Präsenzformaten werden Wissen, Methoden und Erfahrungen aus dem PostOst-Kontext in andere Bereiche der politischen Bildung und Demokratieförderung übertragen. Ziel ist es, Fach- und Handlungskompetenzen zu stärken, Kooperationen auszubauen und nachhaltige Lernstrukturen zu etablieren.

2026 veröffentlicht der Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) das ökologische Lern-Brettspiel „Ökostadt“ als Ergebnis des Projekts „Umweltbewusste Generation: Jugendliche für Umweltschutz und Aufklärung“, das 2026 zu Ende geht. Das Spiel wird an Organisationen und Projektteilnehmende verteilt und eignet sich, um Jugendliche für Umweltthemen zu begeistern.
Ein eigener Schwerpunkt bleibt der Eltern-Club. Dank einer Spendenkampagne konnten Mittel für drei Veranstaltungen gesammelt werden. Am 29. Januar informiert die Bildungsexpertin Galina Müller über das Berufskolleg in Deutschland, die dort erworbenen Abschlüsse und deren Bedeutung für die Zukunft der Kinder. Am 19. Februar geht es um den Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule, am 10. März um Berufsorientierung für Jugendliche und Perspektiven nach der 10. Klasse. Die Spendensammlung läuft weiter; ergänzende Informationen finden sich über den entsprechenden Link.
Darüber hinaus plant BVRE e.V. 2026 Fortbildungen für Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen – zu Projektanträgen, Veranstaltungsorganisation, Social-Media-Arbeit von NGOs und zur Orientierung in administrativen Prozessen. Ziel ist es, die Organisationen nachhaltig zu stärken und praxisnahe Kompetenzen für die Arbeit vor Ort zu vermitteln.