Publikation „Diversitätsorientiert heißt zukunftsfähig!“ veröffentlicht

Olga Groznaya · 

Die Publikation „Diversitätsorientiert heißt zukunftsfähig! Handlungsimpulse für mehr Effektivität, Zusammenhalt und Resilienz in Deutschland“ ist erschienen.

Die Publikation zeigt, warum gesellschaftliche Vielfalt nicht nur Realität ist, sondern auch in Institutionen, Organisationen, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien stärker berücksichtigt werden muss. Wenn die Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte institutionell nicht abgebildet werden, kann dies zu Fehlentscheidungen, Diskriminierung und Vertrauensverlust führen.

Die Autor*innen betonen: Rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. Gleichzeitig sind viele zentrale gesellschaftliche Strukturen weiterhin nicht ausreichend divers aufgestellt — sowohl personell als auch in ihrer Organisationskultur. Im Text wird dargestellt, wie diversitätsorientierte Öffnung Organisationen wirksamer machen kann: durch bessere Entscheidungen, geringere institutionelle Risiken, mehr Vertrauen in demokratische Prozesse und einen besseren Umgang mit demografischem Wandel, Fachkräftemangel und den Herausforderungen der Sozialsysteme.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Verwaltung, Gesundheitsversorgung und Pflege — Bereichen, mit denen fast alle Menschen im Alltag in Berührung kommen. Gerade hier ist es wichtig, dass Institutionen verständlich, gerecht und an der realen Vielfalt der Gesellschaft orientiert arbeiten. Die Publikation bündelt außerdem praxisnahe Ansätze und Qualitätsstandards für Organisationen und Institutionen: von Personal und Organisationskultur bis zu Kommunikation, Steuerung und Organisationsentwicklung.

Die Publikation kann über den Link heruntergeladen werden.

Der Text wurde im Rahmen des Projekts „Kooperationsverbund für Vielfalt und Zusammenhalt – Chancengerechtigkeit in der pluralen Gesellschaft“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ erarbeitet. Beteiligt waren der Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE), der Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland e.V. (DaMOst), die neue deutsche organisationen (ndo), der Polnische Sozialrat (PSR), die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) und die Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO).