Politische Bildung

AIPol

Politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft: Migrantenorganisationen als Träger aufsuchender interkultureller politischer Bildung

Gefördert durch: Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

Zeitraum: 2019-2021

Übergeordnetes Ziel und Rahmen des Projektes:

Politikferne Migrant*innengruppen in Deutschland sollen von politischer Bildung erreicht werden. Das bedeutet, dass politische Bildung aufsuchend und interkulturell werden muss.

Veranstaltung in Berlin. 2020
Veranstaltung in Berlin. 2020

Eine aufsuchende interkulturelle politische Bildung besteht aus folgenden drei Säulen:

Aufsuchende politische Bildung bedeutet, dass die Zielgruppe aktiv angesprochen wird. Da die Migrantenorganisationen (MO) Vertreter von politischen und sozialen Interessen der Migranten*innen sind und das Vertrauen eines breiten Spektrums der Migrant*innengruppen genießen, sollen diese Organisationen zu Orten für politische Bildung von Migrant*innen werden. Die MO agieren proaktiv, sie antizipieren die breite Palette von Bedürfnissen der Migrant*innen.

Interkulturelle politische Bildung bedeutet, dass ein Netzwerk der Expert*innen und Multiplikator*innen entsteht, die über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um verschiedene kulturelle Gemeinschaften ihren kulturellen Deutungsmustern entsprechend anzusprechen, zu motivieren und in die politische Bildung einzubeziehen.

Interkulturelle politische Bildung bedeutet auch, solche Formate zu nutzen, die auf Menschen aus bestimmten Migrant*innengruppen anziehend und motivierend wirken und sie animieren, sich effektiv an der demokratischen Kultur zu beteiligen. Diese Formate sollen für die jeweiligen Zielgruppen demokratische Inhalte verständlich vermitteln.

Projektbeschreibung:

Im Laufe des Projektes vernetzen sich Migrant*innenverbände, um aufsuchende interkulturelle politische Bildung zusammen zu konzipieren und zu verwirklichen und bilden dabei ein Netzwerk für aufsuchende interkulturelle politische Bildung. Die Verbände der Migrant*innenorganisationen, die am Projekt teilnehmen, bilden einen Projektbeirat mit dem Ziel, Migrant*innenorganisationen vor Ort in verschiedenen Communities für die Teilnahme am Projekt zu erschließen. Am Ende des Projekts bilden die Mitglieder des Beirats das neue Netzwerk zur aufsuchenden interkulturellen politischen Bildung. Die Interkulturalität der politischen Bildung soll durch kompetente Multiplikator*innen aus den Migrant*innencommunities gewährleistet werden. Am Ende des Projektes verankern die Multiplikator*innen politische Bildung in ihren lokalen Organisationen.

Im Rahmen des Projekts AIPol wurde das "Lernmodul für Multiplikator*innen Erinnerungskultur und Inklusion" veröffentlicht

Lernmodul für Multiplikator*innen Erinnerungskultur und Inklusion