Politische bildung

Im Plural

Dialoge gegen Rassismus für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Zeitraum: 2022-2025

Das Projekt „Dialoge gegen Rassismus für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ fördert demokratischen Dialog der Communities und wirkt rassistischen und extremistischen Tendenzen unter den russischsprachigen Communities in Deutschland entgegen.

Ziele des Projektes

Mit dem Projekt soll modellhaft gezeigt werden, dass und wie es (weiterhin) gelingen kann, dass Menschen jedweder postsowjetischen Erfahrungen innerhalb einer europäischen Demokratie friedlich zusammenleben und -arbeiten können. Der BVRE will sich als Vorbild und Initiator einbringen, um dem aufkommenden Hass und der Spaltung entgegenzuwirken.

Oberziel des Projektes ist es, durch die Bekämpfung rassistischer und fremdenfeindlicher Ideologien das friedliche Zusammenleben in Deutschland zu fördern und die demokratische Kultur zu stärken. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung mit den aggressiven und rassistischen Narrativen, die vom Kreml seit vielen Jahren systematisch propagiert werden.

Unterziele

Desinformationen entgegenwirken

Rassistische Feindbilder und Narrative werden bekämpft. Kriegerisch-rassistische Feindbilder und Narrative sowie gezielte Desinformationen werden identifiziert. Gemeinsam mit Medienpartnern werden Gegenstrategien und geeignete Formate entwickelt. Wirkungen der Desinformationsflut des Kremls im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg in der Ukraine auf russischsprachige Kreise in Deutschland sollen eingedämmt werden.

Möglichkeiten zur Teilnahme

Die ukrainische Community wird unmittelbar in die Lage versetzt, am hiesigen demokratischen Willensbildungsprozess teilzunehmen und sich in den gesellschaftlichen Strukturen, Werten und Debatten einzufinden und sie mitzuprägen. Von besonderer Relevanz ist dieses Unterziel sowohl für Aktive in bereits bestehenden Vereinen als auch für zivilgesellschaftliche Akteure unter den Geflüchteten aus der Ukraine. Für dieses umfassende Empowerment organisiert das Projekt zentrale Schulungen.

Organisation von Dialogforen

In regionalen Dialogforen tauschen sich Menschen über Wege aus, um das friedliche gesellschaftliche Zusammenleben vor Ort zu bewahren und zu erleichtern. Diese Foren werden durch die zuvor geschulten Aktiven durchgeführt. In den Veranstaltungen wird die Bekämpfung rassistischer Narrative im Zentrum stehen.

Zielgruppen

  • Aktive in Migrantenorganisationen (russisch- und/oder ukrainischsprachig) und Initiativen, die als Multiplikator:innen und Organisator:innen die Prozesse und lokalen Veranstaltungen in verschiedenen Formaten vor Ort übernehmen und zuvor für diese Funktionen weitergebildet wurden
  • Medienschaffende mit ukrainischem und/oder russischem Hintergrund, um die jeweiligen feindlich-rassistischen Narrative aufzuzeigen und ihnen medial entgegenzuwirken
  • Lokale Vertreter:innen der russischsprachigen Communities aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion
  • Geflüchtete aus der Ukraine
  • Vertreter:innen aus der (Bundes-)Politik
  • Vertreter:innen aus der Mehrheitsgesellschaft ohne eigenen Migrationshintergrund
  • Vertreter:innen anderer Migrationsgruppen und Communities
  • Lokal Aktive aus Bereichen wie Jugendarbeit, Schule, Weiterbildung, Medien, Pädagogik, Sport, Kunst, Politik, Wirtschaft und Vereinen, die sich jeweils lokal in die Debatten einbringen bzw. sogar ihre jeweiligen Organisationen als Orte des Dialogs zur Verfügung stellen

Maßnahmenpakete

Paket 1: Mediale Begleitung und Unterstützung

Um die beherrschenden Narrative, die von der jetzigen russischen Regierung seit vielen Jahren aufgebaut wurden, wirksam zu bekämpfen, müssen viele mediale und pädagogische Gegenkonzepte auf den Weg gebracht werden. Eine erste Etappe bildet die Bestimmung von Fake News, Verschwörungsmythen und Propaganda sowie ihre Konfrontation mit qualitativ hochwertig recherchierten Fakten und Zusammenhängen.

Paket 2: Empowerment der ukrainischen Community

Die nach Deutschland Geflüchteten müssen so schnell wie möglich in die Lage versetzt werden, ihr Leben so gut wie möglich zu stabilisieren. Da niemand wissen kann, wie lange sie auf ihre Rückkehr noch warten müssen ist es extrem wichtig, keine Zeiten des Leerlaufs entstehen zu lassen, die nach aller Erfahrung aus der Vergangenheit die Menschen zusätzlich enorm belasten.

Paket 3: Dialogplattformen in den Kommunen zur Eindämmung rassistischer Narrative

Bundesweit werden Dialogplattformen organisiert, um Signale der Völkerverständigung, der europäischen Zusammengehörigkeit und des friedlichen Umgangs miteinander auch in kriegerischen Zeiten in die verschiedenen Communities auszusenden. Die Foren werden durch zuvor geschulte Mediator:innen und Multiplikator:innen geleitet. Expert:innen können je nach Thema als Referent:innen hinzugezogen werden. Über den Medienarbeitskreis bzw. das Bundespresseamt werden hochrangige politische Kontakte hergestellt, die direkt in die Veranstaltungen oder die Medienprodukte einbezogen werden können.

Unser Team

Wladimir Weinberg

Projektleiter

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Yuriy Krotov

Projektkoordinator

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Olga Dudko

Projektkoordinatorin

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Deniss Hanovs

Projektkoordinator

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