Im März war in den BVRE-Mitgliedsorganisationen thematisch und in den Formaten viel los. In Hanau ging es um Antirassismus, in Dresden um Diskriminierungssprache und kulturelle Vielfalt, in Frankfurt am Main startete ein neues Projekt, und in Fulda fand ein kulinarischer Workshop statt. Über diese und weitere Ereignisse berichten wir in unserem Digest.
„Zeichnen Sie ein ideales Land, überlegen Sie, über welche Ressourcen es verfügt und welche Werte für seine Bewohner wichtig sind“ – mit dieser Aufgabe beginnt der Experte für Spielmethoden Alexej Boris (Inside Out e.V.) die Simulation. Die Teilnehmenden steigen motiviert in den Prozess ein – noch ohne zu ahnen, dass sich der Raum bereits nach einer halben Stunde in ein Feld intensiver Auseinandersetzungen verwandeln wird.
Ein Förderantrag ist mehr als ein ausgefülltes Formular. Er braucht eine klare Problembeschreibung, eine präzise Zielgruppe, eine nachvollziehbare Methode und ein transparentes Budget. Diese strukturierte Checkliste für Migrant*innenorganisationen (MSOs) fasst die zentralen Punkte für einen starken Antrag zusammen.
Die Mitgliedsorganisationen des BVRE e.V. waren auch im Februar in vielen Städten Deutschlands aktiv. Es fanden Gedenk- und Solidaritätsaktionen statt, neue Projekte für Kinder und Jugendliche starteten, und zahlreiche kulturelle Begegnungen sowie öffentliche Veranstaltungen wurden organisiert.
Das Team des Bundesverbands russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) nahm an zwei Treffen auf Bundesebene teil. Im Fokus standen Integration, die Rolle von Migranti*innenorganisationen in diesem Prozess sowie der Zugang von Migrant*innen aus der Ukraine zum Arbeitsmarkt. Der BVRE e.V. brachte dabei konkrete Vorschläge und Lösungsansätze ein, die auf der Praxis unserer Organisationen basieren.
Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. startet gemeinsam mit dem Bundesverband ukrainischstämmiger Familien, Senioren, Frauen und Jugendlichen sowie dem Kultur- und Integrationszentrum PHOENIX Köln das Projekt „Zukunft durch Anerkennung von Bildung und qualifikationsgerechte Beschäftigung gestaltet von Migrantischen Selbstorganisationen (MSO) (ZEBRA)“. Das Projekt ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „IQ – Integration durch Qualifizierung“.
Im Zusammenhang mit der Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation zur Einstufung des BVRE e.V. als „unerwünschte Organisation“ stellt der Bundesverband klar:
Zu einem Vernetzungstreffen in Berlin kamen mehr als 30 Vertreter*innen von Migrant*innenorganisationen aus verschiedenen Bundesländern zusammen. In ihrer täglichen Arbeit begegnen sie immer wieder Konflikten. Ziel der Veranstaltung war es, besser zu verstehen, wie Konflikte in der Post-Ost-Community entstehen, welche Rollen sie spielen und was sie sichtbar macht.
Im Januar 2026 setzten die Mitgliedsorganisationen des BVRE e.V. ihre Arbeit in ganz unterschiedlichen Bereichen fort – von humanitärer Hilfe und Unterstützung in Krisensituationen bis hin zu Bildung, Berufsorientierung und gesellschaftlicher Solidarität.
Der BVRE e.V. startet die jährliche Umfrage Post-Ost Elternbarometer, um die Erfahrungen von Familien aus postsowjetischen Herkunftsländern im deutschen Schulsystem und ihren Unterstützungsbedarf besser zu verstehen.
Es werden Bewerbungen von Organisationen von Migrant*innen sowie von engagierten Einzelpersonen zur Teilnahme am Projekt „Zukunft ermöglichen durch bildungsadäquate Beschäftigung und Anerkennung – gestaltet von Migrantischen Selbstorganisationen“ (Projekt ZEBRA) entgegengenommen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „IQ – Integration durch Qualifizierung“ umgesetzt und durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) im Rahmen der ESF-Plus-Bundesprogramme gefördert.
Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. beschäftigt sich seit vielen Jahren mit politischer Bildung in Deutschland. Dennoch erhalten wir immer wieder die Frage: Warum macht eine Elternorganisation dieses Thema zu ihrer Aufgabe? In dieser Social-Media-Kampagne haben wir gemeinsam mit Eltern nach einer Antwort gesucht.
2026 startet Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) mit einem neuen Projekt in einem für uns neuen Arbeitsfeld: der Integration in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig setzen wir unsere Arbeit in der politischen Bildung fort. Geplant sind ein Jugendforum, der Ausbau unseres TikTok-Kanals, Online-Treffen für Eltern sowie Seminare zur Stärkung unserer Mitgliedsorganisationen.